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Albern sein: Was Eltern von Clowns lernen können

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Wir alle lachen viel zu wenig. Dabei ist Lachen so wahnsinnig gesund! Es löst Spannungen, es schafft Verbindung, es schafft Nähe. Es hilft sogar so gut, dass es Clowns gibt, die in Kinderkliniken gehen und dort mit den kleinen Patienten albern sind. Und das geht auch mit Babys!

Lachen hilft uns, einen schwierigen Alltag zu überstehen. Als mein Sohn ein Baby war, hat er viel geweint. Er war kein klassisches Schreibaby, aber nachmittags konnte ich mich darauf einstellen, dass wir 2-3 Stunden – oder mehr – mit einem quengelnden, unzufriedenen, weinenden, schreienden, nicht schlafen könnenden Baby verbrachten.

Irgendwann war ich am Ende meiner Nerven.

Die Sonne schien – ich sah es nicht mehr.
Die Menschen lächelten. Ich lächelte nicht zurück.
Mein Baby war hinreißend – ich fürchtete nur noch die Stunde, in der er mich mit seinen 120 – Düsenjet-Dezibel attackieren würde.

Eines Tages reichte es mir. Ich wollte wieder Spass am Leben haben! Und ich erschuf uns eine Regel:

1 am Tag sollten wir miteinander lachen – so richtig lachen! Bis wir uns vor Lachen in Hose und Backup machten ;).

Auch wenn die Welt für meinen kleinen Neuankömmling offenbar sehr schwierig war, ich wollte, dass er 1x am Tag mit mir lachte, 1x am Tag erfuhr, wie schön und lustig es sein könnte.

Wir verordneten uns also eine Stunde Blödsinn am Tag, ich…

…kitzelte ihn
…prustete auf seinen Bauch
…knabberte an seinen Füßen
…versteckte mich hinter Tüchern
…ließ Eier in Schüsseln fallen – flatsch!
…machte Grimassen
…ließ ihn Wasser an – & ausmachen

… und ich stellte mit Erstaunen fest, wieviel Humor schon ganz kleine Babys haben.

Ergenoß es! Ich lachte! Er lachte! Wir waren unendlich albern und auch wenn am Abend das Schreien wieder losging – wir hatten einen guten Tag gehabt.

Heute ist er sieben und wir handhaben das immer noch so. Egal wie der Tag war – 1x am Tag müssen wir richtigen Quatsch machen und uns darüber kaputtlachen (z.B. wenn mir der Kaffee in die Handtasche läuft…), sonst fehlt uns etwas. Und der Effekt? Mein Sohn ist ein herrlicher Clown, wenn die Kleine weint, stolpert er durch die Gegend und läuft gegen imaginäre Wände und ich lerne und lerne und lerne von ihm.

🙂
Eure nic

Windelfrei: Was tun, wenn trockenes Kind wieder Windeln braucht?

Viele Eltern kennen das: Kind war trocken und plötzlich wird ein Geschwisterchen geboren. Oder eine Trennung. Umzug. Mama geht arbeiten. Betreuerwechsel. Plötzlich ist das Kind nicht mehr trocken, sondern alles andere als das! Bettnässen. Einkoten. Nasse Windeln. Frust… aber es gibt Hilfe! Heute dazu 10 Tipps und mein persönlicher drei Stufen-Reaktionsvorschlag für gestresste Eltern

Eine Windelfrei-Mutter nennt obige Situation wahrscheinlich einen Windelfrei-Streik, weil viele Kinder sich dann auch nicht mehr Abhalten lassen, wenn man sicher weiss, dass sie müssen. Das ist frustrierend und oft schwer zu ertragen. Viele fragen sich: Warum hab ich mir die Mühe gemacht? Was hab ich falsch gemacht?

Wir sind jedenfalls gerade an einem solchen Punkt. Wir waren mit windelfrei so ziemlich fertig. Alles schick. Wie beim Großen. Dann sind wir umgezogen. Und jetzt isses schlicht vorbei. Nasse Hosen, nasse Trainerhosen, nasse Böden, nasse Teppiche (argh.)

Wie gehe ich damit um?

1. Hilfe:

1. Lächeln, Wischen, Waschen.
2. Vertrauen. Das wird wieder.
3. Entspannen. Es wird wieder.
4. Loslassen. Es wird wieder.

alsdann Tipps für den Weg zurück zur Windelfreiheit

5. immer mal höflich Abhalten anbieten (klappt es nachts? morgens? abends, wenn alle gehen? oder gar nicht?). Sofort aufhören, wenn Protest kommt.
6. Abhalten interessant machen: Vorlesen, Kuscheln, Spielen
7. Tür offen lassen, wenn man selbst oder Geschwister ins Bad gehen
8. neuen Topf/Ort anbieten
9. Selbstständigkeit erleichtern: Hocker vor die Toilette, Klamotten, die das Kind leicht an- und ausziehen kann
10. Viel Zuwendung, viel Kuscheln, viel Zeit
11. Abwarten, abwarten, abwarten

Am wichtigsten ist, dass KEIN DRUCK auf das Kind ausgeübt wird. Niemals schimpfen, nicht meckern, nicht ungeduldig werden.

Reaktionsmöglichkeiten für gestresste Eltern in drei Stufen:

Stufe 1: Wem entspannt sein schwerfällt, der sage einfach nichts, wenn Bett oder Hose nass sind. Durchatmen. Ruhig wechseln. Fertig.
Stufe 2: Wer es schafft, der kommentiere sachlich „Das Bett ist nass. Ich beziehe das jetzt neu.“
Stufe 3: für die ganz Entspannten ein Vorschlag aus den Kloeters Briefen. Dem Kind die Absolution und das ich-stehe-hinter-Dir-Gefühl mitteilen: „Alles okay, Du darfst solange in die Windel machen/laufen lassen, wie das für Dich wichtig ist.“

Ich hätte nie gedacht, welche zusätzlichen, positiven Effekte dieser Satz hat. Meine 2-Jährige schaute mich beim ersten Mal erstaunt an und fragte nochmal dezidiert nach: „Darf ich?“ „Ja, darfst Du.“ seitdem sagt sie: „Mama, hab inne Winnel macht. Ich darf das!“ und strahlt. Na, das ist mir die Bum-Genius-Wäscherei doch wert!

Natürlich wäre es mir auch lieber, wenn ich nicht Windeln waschen, umziehen und abhalten müsste. Schließlich war sie schon so gut wie selbstständig und ich musste kaum noch aufpassen. Aber es ist mir auch klar, dass es für sie gerade total wichtig ist, sich nicht darum kümmern zu müssen. Und ich habe das Glück, dass sie „große Sachen“ weiterhin dort macht, wo sie alle machen *danke*.

Es wird!

Ich habe schon viele Familien durch solche Phasen begleitet. Es wurde immer!

Windelfrei-Kinder verlernen nicht. Aber es gibt einfach Phasen, da ist „laufenlassen“ wichtig. Viele Kinder haben dieses Bedürfnis übrigens auch, wenn ein neues Baby in die Familie kommt. Wichtig ist nur, dass nie nie nie geschimpft wird, egal wie schwer es uns fällt. Das Kind drückt ein Bedürfnis aus. Es ist unser Job, das zu achten, nicht zu schimpfen.
Oft hilft stattdessen vermehrtes Kuscheln, mehr Zuwendung, mehr Zärtlichkeit, um die Situation zu entspannen und zu verbessern.

Windelfrei-Streik – das hilft!

Was tun beim Windelfrei-Streik? Es gibt Hilfe. Wir haben ihn überstanden!


Was ist ein „Streik“? Sieht so aus: Dein Baby lässt sich nicht abhalten, streckt sich durch, weigert sich, weint, dreht sich weg, macht nicht mehr mit. Die meisten Windelfrei-Mütter kommen früher oder später an diesen Punkt. Meistens passiert eine „Abhalte-Pause“, wie Laurie Boucke das in „Topffit“ nennt, wenn die Babys beginnen, sich zu drehen, zu krabbeln, zu stehen, zu laufen oder zu sprechen – also bei Entwicklungsschüben. Laurie schreibt „Gründe sind entwicklungsbedingt oder emotional“. Unter „emotional“ fällt: Protest gegen Unterbrechen einer Aktivität, eine Änderung im Zeitplan, Änderung der Umstände (Umzug, neue Kita o.ä.) oder plötzlich weniger Aufmerksamkeit zu bekommen.

Was tun? Windelfrei-Streik – das hilft! weiterlesen

Sommertipp für Tragemamas: Soft-Mützen

Es sind manchmal die Details, die mir das Leben einfach machen – oder schwer. Jetzt gerade mal wieder am Start: Caps gegen die Sonne. Die sind super, weil sie hinten einen Nackenschutz und vorne einen Sonnenstirenschutz haben. Aber sie sind wirklich lästig, wenn sie einen festen, vorderen Schutz haben. Als Tragemama hat man das Baby vor dem Bauch und es stösst ständig mit dem blöden, harten Ding gegen mein Dekolleté – die Mütze verrutscht, das Baby meckert, ich bin genervt.

Also falls ihr euch Mützen kauft oder schenken lasst, wäre mein Tipp: Nehmt die mit den weichen Vorderseiten. Die stören nicht, spenden aber trotzdem Schatten.

Sieht mans auf dem Bild? Die weiße ist vorne fest, die blaue weich.

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Reisen mit Kleinkind: Tüten-Trick

Auf Reisen lerne ich immer ganz neue Seiten an mir kennen. Diesmal hat mich eine eigenartige Sammelleidenschaft gepackt: Ich sammle die Tüten, in denen die Airlines das Besteck verpacken

Bestecktuete

Bisher war es nämlich bei mir IMMER so, dass irgendeine Creme in meinem Kulturbeutel während der Reise auslief – gerne auch zwei oder drei. Das hieß: Fluchen, alles auspacken, alles abspülen, Beutel auswaschen, trocknen lassen, alles einräumen, beten. Das kostet Zeit, fluchen ist in Kind-Gegenwart nicht angebracht und außerdem hab ich diesmal ja ungefähr das Doppelte an Creme-Zeug dabei wie auf meinen Reisen als nicht-Mutter. Juchuh, die Sauerei ist jetzt vorbei! Nicht, dass die Cremes nicht nach wie vor freudig auslaufen würden. Aber jetzt sind sie alle hübsch einzeln in diese unbezahlbaren, kleinen, praktischen, verschließbaren Tüten verpackt.

ZazarinTuete

Wenn also die Bio-Mücken-Lotion das Weite sucht, stoppt sie die Tüte und so muss ich nur hin und wieder alles durchsehen, die einzelnen Übeltäter identifizieren, einzeln saubermachen, zurückpacken, fertig. Bewährt hat sich zudem, ein wenig Toilettenpapier mit in jede Tüte zu packen, das flüchtige Flüssigkeiten gleich aufsaugt, z.B. die No-Bite-Lösung, die den Druckunterschieden im Flugzeug meiner Erfahrung nach besonders gerne erliegt.

NoBite

Neues von uns und "Storchenkinder"

Hallo, alle zusammen! Ich habe mich fast völlig ausgeklinkt in den letzten Wochen – oder sind es schon Monate? Ich weiß es selbst nicht. Wir sind einfach nicht mehr „in tune“. Vielleicht frustriert es mich deshalb, vom Thema windelfrei zu lesen, weil es für uns derzeit und schon seit langem gar nicht mehr „klappt“. Wir wickeln tagsüber fast Vollzeit 🙁 Vor allem deshalb, weil sie ihre bis zu drei großen Geschäfte am Tag kommentarlos loslässt.

Es gibt Null komma Null Kommunikation zu diesem Thema. Auf allen anderen Gebieten dafür umso mehr, zB was Zeichen-/Zwergensprache angeht. Wir kommunizieren echt extrem gut, und die süße Maus ist extrem extrovertiert – eben bis auf das Thema Ausscheidung. Sie macht groß und klein still und gewollt in die Windel. Jedes Angebot, aufs Klo zu gehen, wird kopfschüttelnd verweigert. Sie sagt nicht mal etwas, wenn ihr stundenlang (ich übertreibe anschaulich) keiner in die Windel schaut – und wenn dann mal einer schaut, ist der Po Pavianrot – dann ist allerdings das Geschrei riesig, wenn ich die Knöke entfernen will)…

Ich muss mich schon wundern, denn das ist doch eigentlich das, was ich von Kindern kenne, die nie einen Zugang zu windelfrei hatten, die es einfach nicht anders machen durften. Aber meine Tochter hat 11 Monate ihres Lebens ihr Nest nicht beschmutzen müssen, und die folgenden 6 Monate hat sie genau dies selber so gewollt. Ich stehe staunend davor.

Allerdings bin ich nach wie vor sehr glücklich, dass „windelfrei“ zumindest mal ein Thema war, denn so habe ich Tricks kennengelernt, ohne Windeln auszukommen. Es ward nämlich Samstag abend so, dass ich feststellte, ich habe nur noch 2 Windeln fürs Wochenende… Das haben wir ohne Probleme hingekriegt. Nachts lege ich sie durchaus weiter nur mit Mullwindel hin – Allerdings bekommen wir es kaum mehr hin, dass diese trocken bleiben. Aber egal. Drei nasse Mullwindeln in der Nacht sind besser als die ganze Nacht ein nasse Windel am Po (Logik, wo bist Du?, aber ich finde es logisch :p) Ausserdem ist ihr roter Po so auch im Null komma Nix geheilt. Und Tags bekommt sie dann halt mokomidis an. Nur unterwegs haben wir dann eine WWW benutzt.

Es gibt sie also doch noch, hier und da versteckt, – die kleinen schönen Grüße aus der windelfreien Zeit wie aus einem anderen Zeitalter. So auch meine neueste Errungenschaft, die uns vielleicht wieder auf den Pfad der Tugend führen könnte:

-> Die Wollhose „Wollebi“ von „Storchenkinder“
Storchenkinder WollunterhoseStorchenkinder WollunterhoseStorchenkinder Wollunterhose

Besonders ansprechend finde ich die Tatsache, dass es sich nicht um ein riesiges Paket handelt, sondern tatsächlich Unterhosencharakter hat. Geben tut’s sie zB hier.

Ich schöpfe hiermit neue Hoffnung, dass wir uns auch im Winter wieder der Windelfreiheit nähern können – zumindest der Möglichkeit, nicht so viele WWW benutzen zu müssen.

Abhalte-Tipps

Abhalten ist eigentlich super einfach. Aber manchmal will der Asia-Topf nicht so wie wir oder ein unberechenbarer Strahl sucht sich seinen Weg aufs Bettlaken. Ein paar Tipps, mit denen man sich das Leben leichter machen kann:

Frage: Ist das Asia Töpfchen auch für Jungs anwendbar ?

Wir benutzten es immer so, dass es fast liegt, so dass er also direkt hineinmacht, auch wenn sich der Penis durch den Druck hebt. Und mein Sohn hat auch nie gemeckert, wenn ich kleinen Penis mit einem Finger sanft in die Richtung schob, in die der Strahl gehen sollte. Anfangs hatte ich ein schlechtes Gewissen dabei, bis mir eine Freundin sagte, dass der kleine in der Windel ja noch viel ärger gequetscht wird und da machen sie ja auch.

Frage: Ich würde gerne mal nachts anfangen aber dann eben im Bett ins Töpfchen ohne hinterher das Bett neu machen zu müssen…

Wir hatten mit dem liegenden Asia-Topf lange gute Ergebnisse, aber auch immer mal wieder Flecken im Bett, auf die ich dann ein Handtuch gelegt habe. Ärgerlich, allerdings erträglicher, wenn man einen guten Matratzenschoner und eine Waschmaschine mit 15-Minuten-Programm hat.

Mittlerweile nehmen eine große Schüssel statt Asia-Topf. Wir haben manchmal eine Stoffwindel oder ein Tempo über den kleinen Penis gelegt, damit es daran hinunter ins Töpfchen fließen konnte. Treffen ist nachts ja doch etwas schwieriger und mit Tuch klappte es 100%ig. Wenn ich sehr müde war, habe ich auch eine Stoffwindel IN die Schüssel gelegt, damit sie aufsaugte, was hineinging und nichts auslief, wenn sie mir doch mal umkippte.

Jetzt, mit einem 20 Monate alten Kind, habe ich es aber endlich heraus und es geht nachts eigentlich so gut wie nie mehr was daneben. Er wartet aber auch immer geduldig – im Schlaf! – bis ich ihn so hingewurschtelt habe, dass der Po so tief in der schräg gestellten Schüssel hängt, dass er loslegen kann.

Frage: Oft will er sich nicht abhalten lassen, wenn wir draußen sind, weil alles so spannend ist…

Es gibt 1000 Wege, darauf zu reagieren: Sein lassen, später anbieten, ablenken, andere Position etc. Bei uns klappt derzeit gut: Zielpinkeln. „Guck mal, der Grashalm/den Gulli/den Rinnstein/den Baum, komm, auf den zielen wir jetzt!“ und schon geht die Aufmerksamkeit des Kindes dorthin und er macht und freut sich mit mir, wenn er trifft ;).

Frage: Meiner weint morgens oft, wenn ich ihn abhalten will…

Bei uns gibt es morgens es eine Art Abhalte-Zeitfenster. Wenn ich zu früh bin, wehrt er sich, bin ich zu spät, macht er schon. Es braucht einfach Zeit, Geduld und Humor, um sich da aneinander zu gewöhnen. Ich vertu‘ mich auch immer noch jedes 3. oder 4. mal und er schimpft mich aus. Und das nach 20 Monaten! Meistens liegt morgendlicher Protest daran, dass ich zu früh bin und er eigentlich noch aufwachen möchte. Jetzt ist er auch schon so groß, dass er morgens durchaus mal zehn Minuten nach dem Aufwachen nicht muss, daran musste ich mich erst gewöhnen.

Voll die Intuition, oder was?

Intuition – spätestens seit dem Buch von Ingrid Bauer ist Intuition bei Windelfrei eine heiß diskutiertes Thema. Kann man, muss man als „gute“ Mutter wissen oder spüren, wenn das Kind mal muss? Oder ist das totaler Humbug? Eine Windelfrei-Mama kommentierte die Frage kürzlich in der TopfFit-Mailingliste folgendermaßen:

Bauer schreibt “ am dritten tag (nach der Geburt, Anm. d. R.) setzte bei mir die intuition ein“ also bei mir setzte am dritte tag die milch ein und zwar gewaltig!

Hihi – so ging es mir auch :-D.

Aber wie ist das denn nun mit der ach so tollen Intuition? Manche Windelfrei-Mütter berichten, dass sie wirklich „spüren“, wenn ihr Kind mal muss, andere verlassen sich ausschließlich auf die Uhr. Beides ist völlig okay. Was imho mit der Intuition gemeint ist, ist keine Hexerei und keine Telepathie, sondern schlicht eine Art Gewöhnung aneinander und den Rhythmus des Babies. Monika Penker-Alscher hat in der TopfFit-Liste gerade gepostet, wie sie anderen Müttern die Windelfrei-Intuition erklärt und ich darf das hier wiedergeben:

Ich erkläre jungen Müttern immer gerne, daß die Intuition zum Abhalten
so ist wie beim Füttern oder Stillen.

Man kriegt einfach mit der Zeit ein Gespür dafür wann das Kind Hunger
hat. Das hängt mit der Uhrzeit/Tageszeit zusammen und dann sendet das
Baby ja auch Hungersignale. Mal ist man zu früh dran mit Füttern. Mal
ist man genau richtig. Mal ist man zu spät und das Baby schon richtig
ärgerlich vor Hunger.

Und man gibt halt sein Bestes und füttert das Baby weiterhin und
kommuniziert mit ihm. Aber es kommt keine Mami auf die Idee dem Kind
ständig einen Nahrungsschlauch in den Mund zu stecken, weil sie nicht
genau erahnen kann wann das Baby Hunger hat.
Genauso ist es mit dem Abhalten. Mal ist man zu früh, mal genau
richtig, mal zu spät. Aber deshalb sollte man nicht aufhören zu
kommunizieren über dieses Bedürfnis. Für mich ist die Pampers so
etwas. Ein Ende der Kommunikation über ein Bedürfnis.

Wenn ich so jungen Müttern über Windelfreiheit erzähle, dann nicken
sie, den jede junge Mami hat ein gutes Gespür darin zu wissen, wann
ihr Baby Hunger hat.

So einfach ist es :). Nur nicht stressen lassen…

"want some bean dip?"

oder

Wie man mit kritischen Stimmen umgehen kann.

Wer kennt sie nicht, die verständnislosen Blicke von Müttern, Omas, Freunden oder wem auch immer?
„Wie lange willst Du stillen? – Zwei Jahre? – Aber wo bleibst Du bei all dem?“
„Was, soll Deine Tochter immer noch bei Euch schlafen, wenn sie zur Schule geht? Du weisst, Du kriegst sie nie mehr raus aus dem Bett.“ (So,weiss ich das?)

In diesem englischen Blog habe ich folgende Strategie gefunden:

It’s something I’ve learned in my years of parenting using alternative ideas. The specifics may change, but the principal doesn’t. When setting boundaries, people (often moms) typically confuse setting the boundary with trying to convince the other person about how right they are in needing to set the boundary. In setting boundaries, we don’t need to convince the other person we are right and they don’t have to agree about the boundary. We just need to be prepared to enforce the boundary, at any cost, using progressively more firm responses (if need be).

I’ve found new moms often confuse boundaries and trying to convince someone of the *rightness* of their choices.

The best thing is to assert your boundary and *not* try to defend your choice.

Some family and close friend help…..

First, I learned early on that most of my choices were on a „need to know“ basis. Most people don’t „need to know“. If asked „how is the baby sleeping?“ Answer: Great! Thanks for asking! Want some bean dip?

„Are you sure you should be picking her up every time she cries?“ Answer:“Yes! Thank you! Want some bean dip?“

„When do you plan to wean“ Answer: „When she’s ready. Thanks! Want some bean dip?“

Now, with some people you will need to set *firm* boundaries. They will need to be backed up with action (like hanging up, leaving the room or even the event). If it’s a pattern of intrusion, for example. Practice kind but firm responses:

„I know you love us and the baby. We are so glad. Our sleeping choices have been researched and made. I will not discuss it again“

Also, don’t confuse setting boundaries with trying to convince someone of the rightness of your choices. New AP moms often struggle with this. The boundary is that no one else has a right to tell you how to parent and create a hostile environment. You set boundaries by doing the above. Where new moms often invite problems is by citing authors, studies and sites to „defend“ themselves. Each time you do so, you create more time for discussion and rebuttal and send the message that your decisions are up for debate. Don’t defend your choices beyond generalities, and then only once or twice. „The doctor is in support of our choices. Want some bean dip?“

Finally, look them in the eye and say simply „I want us to have a good relationship. I want you to *enjoy* the baby. I’ll parent the baby – you enjoy them. Let’s not discuss this anymore. If you bring it up, I will leave the room.“

Fazit: nicht sich verteidigen, sondern Grenzen setzen

In diesem Sinne: „Noch einen Latte?“