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"Goldener Schlaf" mit voller Windel?!

Der „Goldene Schlaf“ ist vielen Eltern sehr wichtig. Doch schenkt man den Ausscheidungen der kleinen Kinder ein wenig Beachtung in der Nacht, so kann man langfristig verhindern, dass die Windelhersteller sich eine goldene Nase verdienen.

Der Wissenschaftler Yang und sein Forschungsteam aus Taiwan befragten dazu Eltern von 235 gesunden Kindergartenkinder im Alter von in etwa 5 Jahren. Und das war unter anderem ihr Ergebnis:


Quelle der Studie: Yang SS – Early Initiation of Toilet Training for Urine Was Associated With Early Urinary Continence and Does Not Appear to Be Associated With Bladder Dysfunction.
Unsere Website: www.babysohnewindeln.de

Der „Goldene Schlaf“ – was bedeutet das?

… Das Ergebnis: Babys, die nachts Pampers trugen, schliefen um dreißig Prozent schneller ein und konnten eine halbe Stunde länger durchschlafen. Die Werbeleute des Konzerns brachten die längere Schlafzeit mit verbesserten kognitiven Fähigkeiten in Verbindung und entwarfen die „Golden Sleep“-Kampagne. „,Wer Pampers trägt, hat jetzt schon einen Startvorteil für seine spätere Karriere in Schule und Beruf ‘, lautete die Kernbotschaft“, sagt Branchenanalyst Carlos Richer. In einer Gesellschaft, die von der Gier nach Spitzenleistungen besessen ist, traf sie den richtigen Nerv. Ein Baby im Tiefschlaf werde auch die Mütter erfolgreicher machen, versprach die Werbung. „Weil in China Frauen in der Regel berufstätig sind, passen Oma und Opa tagsüber auf die Kleinen auf „, sagt Vivan Hu. „Die Mütter sind abends k.o., wenn sie von der Arbeit kommen. Wenn das Baby nachts durchschläft, sind auch sie tags darauf fitter und leistungsfähiger im Büro.“…
Xifan Yang – Eingewickelt NIDO 11/2012

Aus unserer Sicht ist es nicht wichtig, dass eine Windel 12 Stunden am Po eines Kindes dichthalten sollte. Ja, der Schlaf aller Familienmitglieder hat Priorität. Doch Achtsamkeit bei den nächtlichen Ausscheidungen der Kleinsten kann sich langfristig auszahlen. Das wirkt sich positiv auf das Kind (früheres nächtliches „Trockenwerden“ und weniger Bettnässen) aus. Zudem ist es gut für den Geldbeutel und die Umwelt (Windelersparnis).

Windelfrei nachts mit 21 Monaten

Hm. Bisher lief es nachts wie am Schnürchen. Jetzt ist was passiert. Ich weiß nicht was… aber es geht nicht mehr.

Bei uns war windelfrei nachts lange Zeit so, dass sie um 12, um 2 und um 5 mal musste. Dann nur noch um 12 und um 5. Und mittlerweile waren wir auf ein einziges 12-Uhr-Abhalten herunter. Danach war sie trocken bis morgens. Fein! Wenn nix kam, zog ich ihr eine Mama-schläft-ab-jetzt-tief-Sicherheitswindel an, die morgens aber dann auch stets trocken war.

Und jetzt? Aus! Vorbei! Seit drei Nächten macht sie nix mehr, wenn ich sie abhalte. Sie murmelt verschlafen „Mama, Pipi alle…“ und es passiert auch nix. Leider ist dann morgens das Bett nass bzw. die vorsorglich angezogene Windel. Doof. Kennt das jemand? Ich weiß nicht, ob ich das beim Großen auch hatte.

Naja…vielleicht ist es die Rache dafür, dass ich jetzt nachts manchmal schwindele „Nein, Nana alle“, wenn sie stillen will und ich nicht ;).

Abhalten nachts-Tip für Jungsmamas

Machen wir uns nix vor: Wir können unsere Babys nicht nachts aus der Hängematte halten und auf den Lehmboden machen lassen. Ist einfach so. Daher gibt es viele Ideen, wir man trotzdem auch nachts den Kindern die Möglichkeit geben kann, ihre Bedürfnisse mitzuteilen und sich zu erleichtern.

Also was tun? Es gibt hier ein paar Postings zu Nachtlogistik (Halbwindel-Nächte und detailliertes So-Geht’s und geht natürlich nur im sicheren Familienbett). Dennoch bleibt das Problem, dass man nachts den Topf oder was immer treffen muss. Gerade bei Jungs kann das zu einer Herausforderung und nassem Bett führen. N. hat dafür eine ganz grandiose Lösung gefunden, die ich euch nicht vorenthalten will:

„Nachdem ich jetzt noch schnell bei dir im Blog nachgelesen hab und entdeckt hab, dass du fürs Nachtpinkeln bei Jungs das Asia empfiehlst, hier meine „Methode“.

Ich verwend für L. nachts eine Pinkelflasche – nichts extra Gekauftes, nein ein leeres Schlagobersfläschchen vom Hofer (zu deutsch: ein leeres Sahne-Fläschchen vom Aldi)

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Der Grund dafür: Über sämtliche andere Gefäße hat er immer „drübergeschossen“ und mit dieser Flasche klappt es super. Der Rand ist nicht so scharf, dass es ihm weh tut ich kanns geschickt in der Hand halten und ihn dabei auf dem Schoß/im Arm stillen. Glücklicherweise fängt er nicht zu schieben an, wenn er groß muss – irgendwie gibt er mir das immer sehr deutlich zu verstehen, sodass er mir noch nie auf den Schoß gem** hat.

Pinkelflasche wird ins Töpfchen ausgeleert, sodass sie für den nächsten nächtlichen Einsatz bereit ist (das war auch eine Lernerfahrung, mir ists nämlich mal passiert, dass ich ihm das Fläschchen mit kalt gewordenem Lulu beim Versuch ihn abzuhalten drübergeleert hab. Mahlzeit.)

Haltung: L. ist es gewöhnt, dass ich ihn beim Abhalten auf den Oberschenkeln stütze. Also muss ich das auch nachts tun: Er sitzt auf meinem Schoß, in den linken Arm gelehnt, am linken Busen stillend. Mein linker Arm umfasst also seinen Rücken und die Hand hält dann seinen linken Oberschenkel. Mein rechter Arm stützt seinen rechten Oberschenkel und die Hand führt das Fläschchen zum Ort des Geschehen.“

Ein Bild hat sie auch gemacht für uns:

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Großes Kino, Danke N.!!

((„Warum lässt man sie nicht einfach in die Windel machen??!“ fragt sich manche geneigte Mama jetzt vielleicht.

Weil a) die Kinder dann genau das lernen: Nachts mach ich einfach los. Dauert lange, ihnen das wieder abzugewöhnen (bei manchen bis ins fünfte Lebensjahr hinein, es erzählt euch nur keiner!)

Und weil b) viele Kinder besser schlafen, wenn sie sich erleichtern dürfen. Denn sie machen offenbar instinktiv (?) sehr lange erstmal nicht ins Bett, wälzen sich herum, stöhnen, jammern, strampeln, weil die Blase voll ist. Und erst wenn es gar nicht mehr geht, lassen sie laufen und schlafen dann entweder weiter oder sind gerne auch mal wach. Viele Mütter berichten übereinstimmend, dass ihre Kinder zwischen 4 und 5 Uhr morgens unruhig werden. Werden die Kinder abgehalten, schlafen sie bis 7 oder 8 weiter. Werden sie nicht abgehalten, sind sie um 6 Uhr wach – und die Windel ist voll.))

Dauernuckeln? Abhalten!

Seufz. Lerne ich das irgendwann mal? Immer wieder liege ich im Bett und frage mich, warum mein Baby nicht abdockt. Und dann, gefühlte drei Stunden später, fällt mir auf: Hey, vielleicht muss sie mal? Und ich halte sie ab. Und sie macht. Und zack! abgedockt, weitergeschlafen.

Jaha, windelfrei beim zweiten Kind…ich glaube, ich brauch noch ein bisschen, bis ich es wirklich kann ;).

Krank, Zahnen und Windelfrei

Wir sind krank. Wir zahnen. Wir sind total cool windelfrei – völlig verrückte Welt. Aber von vorne:

Als erstes muss mal raus: Ich bin krank. Seit vier Wochen. Eigentlich „nur“ eine lästige Bronchitis und ein bisschen grippales Getue. Aber ich schlafe nicht mehr, denn ich habe die Husterei vorwiegend nachts. Tagsüber dann völlige Schwäche und nur-ins-Bett-wollen. Nerv.

Daher ist das Blog – und auch die Argerecht-Camp-Planung – ein wenig verwaist – aber so ich dies schreibe, weiß ich, dass bloggen ja immer alle Probleme löst, vielleicht auch dieses!

Aber nun zum Zahnen: Die Kleine zahnt. Sie hat einen geschwollenen Oberkiefer, erhöhte Temperatur, schläft immer mal wieder und hat nach dem Aufwachen extrem schlechte Laune und immer wieder Durchfall. Muss ich dazu sagen, dass sie das Essen eingestellt hat und nur noch stillt? Ich habe mich natürlich auch schon gefragt, ob sie doch „richtig“ krank ist. Aber sie ist weder apathisch noch hat sie Wasserverlust, sie stillt, sie lacht und flirtet, sie nimmt nicht ab. Also derzeit keine Panik in Sicht. Nur der Durchfall ist doof.

Bei Durchfall ist das erste, was ich mache: Windeln gaaaanz weit weg.Durchfall-Stuhl ist meistens sehr aggressiv, die Kinder werden schnell wund. Also lege ich nur noch Stoffwindeln ein, die ich sofort wechsele und die zwischendurch Luft an den Babypo lassen. Derzeit brauche ich pro Tag aber nur maximal eine oder zwei Stoffwindeln (trotz Durchfall), denn plötzlich sagt sie wieder 100% zuverlässig Bescheid. Als wüßte sie, dass es jetzt drauf ankommt. Das ist auch gut so – gestern stellte nämlich passenderweise die Waschmaschine mit einem häßlichen Knacken den Dienst ein und ich warte heute seeeehnsüchtig auf den Kundendienst und die erlösenden Worte „Na, das haben wir gleich“.

Die Kleine hängt tagsüber vorwiegend mäßig gelaunt im Tragetuch. Dort will sie dann panisch hinaus, wenn sie muss. Das kriege dann sogar ich alte Hustenleiche mit. Und nachts wacht sie auf, weint, will aus dem Bett krabbeln und entleert sich dann dankbar, wenn ich sie abhalte. Wenn sie jedoch eine ihrer – derzeit seltenen – kleinen Bodenspielpausen hat, macht sie immer noch, wo sie geht und – vor allem- steht. Habe ich noch nicht gebloggt, sage ich jetzt mal hier: Sie ist eine Steh-Macherin. Großes Geschäft nur im Stehen und nur, wenn sie entspannt dabei irgendwo spielen darf (Badewannenrand, Spülmaschine). Als ich es kapiert hatte, war es einfach: Nach dem schlafen das Kidn irgendwohin stellen, spielen lassen, wachsam sein und zack! im richtigen Moment was drunterhalten. Oder Wischen ;). Hoffentlich wird es jetzt wieder ein morgens-in-die-Toilette-Umschwung.

Aber hey: Ich kann jetzt wieder präventiv abhalten. Sie macht wieder mit. So hat die ganze Situation auch ihr Gutes. Lasst uns das Positive sehen! Ansonsten ist Bronchitis echt das Letzte, was eine Mutter braucht. Das Kind schläft die halbe Nacht nicht, weil es fiebert und meckert und schwitzt und weint und die andere Hälfte wecke ich sie mit meinem Gehuste. Mein toller Hausarzt ist sehr bemüht, lächelt mich aber stets nur milde an: „Sie stillen? Tjaaaa, ich könnte ihnen nochmal dieses homöopathische….“

Argh. Ein Königreich für einen richtig fetten Codein-Hustensaft und eine Mütze Schlaf! Hugh! *hust*

(Edit: Wenn jemand noch Anti-Husten-Tipps hat – zu mir!!. Was ich schon durch habe: Zwei Packungen Thymian- und eine Spitzwegerich-Tee – tolles Zeug. Man fühlt sich wie in einem Trapper-Film, in dem der verwundete Held in einem dunklen Zelt liegt und von der Kräuterfrau einen dampfenden Becher gereicht bekommt, dessen Inhalt er sofort ausspuckt: „WAS Ist DAS denn?!“ „Hilft. Trinken.“ Jaja. Hilft. Hilft mäßig. Vielleicht wäre es schlimmer ohne, aber es geht nicht weg. Was noch? Warmes Öl auf die Bronchien und Wärmflasche drauf. Thymian-Myrte-Balsam. Holunderblütenbonbons. Bronchialtee. Inhalieren, Inhalieren, Inhalieren – mein Sohn lacht schon, „Mama, machst du wieder so und so und dann hast du einen roten Kopf?“ Kicher, ja, mein Engel, so macht Mama ;).

Wieder Windelfrei

Wir sind endlich wieder „vernünftig“ windelfrei. Streik vorbei. Allerdings heißt „vernünftig windelfrei“ konkret:

Wir haben 2-3 nasse Hosen oder Flecken pro Tag. Vor allem morgens, wenn ich „in Ruhe“ frühstücken will und nachmittags, wenn ich koche oder sonstwie abgelenkt bin. Sie ist draußen auch teilweise wieder windelfrei, was toll ist, denn dann lässt sie sich wieder 100%ig abhalten, so als wüßte sie, dass bei den Temperaturen eine nasse Hose nicht schön ist. Aber im Auto z.B. trägt sie Windeln. Wir sind wieder voll auf Wegwerfwindeln, ich hab zwar Bum Genius hier, aber mir laufen die immer aus. Was mache ich falsch? Keine Ahnung.

In der Nacht schläft sie ohne Windel, da sie bis ca. 5-6 Uhr zuverlässig trocken ist. Sie schläft mit Wolle-Seide-Body, unten offen und Wolle-Seide-Hose im Baumwollschlafsack neben mir. Das ist wirklich großes Kino. Gegen morgen halte ich sie dann halt ein Mal ab. Fertig. Popo darf die ganze Nacht lüften. Das ist schön, denn sie bekomme Zähne und eine Freundin erzählte gerade, dass ihr Tochter einen schlimm wunden Po hat „wenn sie zahnt ist das immer so…“. Keine Ahnung, ob wir das auch hätten, aber sie war noch nie wund und das hat sicher was mit windelfrei zu tun :).

Experiment II

So gings aus: Bis um 5 war das Baby wieder trocken (ab 7 Uhr abends) und dann hab ich sie abgehalten, weil ich sie mit meinem Husten geweckt hatte. Erfolglos (!). Dann nochmal um 7 – und dann mit Effekt. Wow. Das sind mal locker 12 Stunden.

Parenting Card? Ich habs nicht vergessen – bin grippig und muss jetzt leider prioritär ganz dringend unbedingt ins Bett (von wo ich gerade nochmal rausgekrabbelt bin, um dies hier mitzuteilen ;)). Aber ihr wisst das meiste ja eh alle schon :).

Essen! Krabbeln! Windelfrei :)

Unsere Kleine krabbelt. Heute wollte sie unbedingt das Fingerskateboard ihres Bruders haben, erhob sich auf alle Viere und stapfte los.

Und sie isst. Ungeahnte, beeindruckende Mengen Pastinakenbrei (keine Möhre, gemäß Empfehlung der AFS) verschwinden in dem kleinen Wesen. Wer uns kennt weiß, dass ich gar nicht böse war, als der Große weit über seinen sechsten Monat hinaus jede Beikost verweigert hat. Aber jedes Kind ist anders und dieses hier wollte ganz klar essen, hat eindeutige Beikostreifezeichen gezeigt und reißt mir seitdem mittäglich den Löffel aus der Hand, um ihn genüßlich im kleinen Mund verschwinden zu lassen. (Wir stillen parallel dazu weiter gemäß Empfehlung der WHO: zwei Jahre lang weiterstillen nach Beikosteinführung).

Und wieder bin ich so dankbar für Windelfrei. Denn mit Breizeit beginnt auch am anderen Ende des Kindes ein neues Kapitel. Und ich bin sehr froh, dass das dort landet, wo es bei uns allen landet und niemand das von einem kleinen Babypo abkratzen muss.

Windelfrei klappt seit dem Artgerecht-Camp übrigens wieder bestens. Im Zelt hatte sie ja doch auch viel eine Sicherheitswindel an, nasser Schlafsack etc. war mir zu gefährlich. Aber seitdem kommen wir mit Auto-Windel und erste-Nachtstunden-Mama-schläft-zu-tief-Windel prima aus. Oft ist sie nachts sogar komplett trocken (!) und ich halte sie dann gegen sieben Uhr morgens ab und gut ist. Ganz famos.

Windelfrei – so gehts nicht III

Einen hab ich noch – wo ich immer wieder strauchele, weil es „nicht klappt“:

Zum Beispiel nachts.
Wenn sie ohne Windel ist – was sie oft ist – und ich das erste Abhalten verschlafe, dann aber aufwache, wenn das Bett nass wird. Handtuch drauf, weiterschlafen. Jetzt ist sie ja leer. Zweites Mal stillen, weiterschlafen, sie ist ja leer. Klappt. Drittes Mal stillen, jetzt muss sie sicher, Topf drunter, nee, sie macht nicht, schläft weiter, okay, weiterschlafen. Nicht einschlafen. Beim nächsten Mal stillen so müde sein, dass ich erst total spät an den Topf denke – Bett nass. Nerv. Oder noch besser: Topf druntergehalten, Baby hat artig reingemacht und dann Topf umgekippt. Yeah. Was mir auch gerne passiert, ist ein falscher Anstellwinkel, so dass nachts die Hälfte in den Topf geht -und die andere Hälfte hinten raus. Ich werde nie verstehen, was da passiert, habe jetzt aber vier Euro in eine größere Schüssel investiert, der Asia überfordert mich nachts einfach (klappt das bei euch?).

Windelfrei nachts – so viel!

Tralalalaa…manchmal ist man ja schon ein bisschen – pietätlos…also…ich, die Windelfrei-Mama vom Dienst, ich hab das mal gemessen. Wieviel da so morgens im Asia-Topf ist. Beeindruckend, sage ich euch. Fand ich. Es sind im Schnitt schlappe 150 ml (von zwei Mal Abhalten). Ich find das viel. So ne kleine Person und sooo eine Blasenkapazität. Liebe Kinderärzte, ihr dürft jetzt…ach, was wiederhole ich mich…

😉

Menge, nachts