Schlagwort-Archiv: stillen

My photos that have a creative commons license and are free for everyone to download, edit, alter and use as long as you give me,  "D Sharon Pruitt" credit as the original owner of the photo. Have fun and enjoy! (piqs.de ID: 26df2266d91802667e68b5a331f553ee)

Ist Langzeitstillen schädlich?

Eine Frau teilte in diesen Tagen auf Facebook, dass Sie beim Jugendamt zur Beratung war – und „verhöhnt“ wurde.

Situation: Sie stillt ihren zweijährigen Sohn noch und er schläft bei den Eltern im Bett. Die Dame vom Jugendamt erklärte, die Mutter würde dem Kind mit dem langen Stillen schaden, und „dass die WHO, die ja Stillen bis 4 Jahre empfiehlt, das nicht so genau wissen könne.“

Die Mutter wand sich an uns – und an mich – mit der Frage: Ist Stillen über die ersten 6 oder 12 Monate hinaus wirklich schädlich?

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Foto: D .Sharon Pruitt

Ich habe mal spontan Suchen rund um folgende Stichworte durchgeführt: „prolonged breastfeeding negative effects“, „continued breastfeeding“ „negative effects“ sowie „prolonged/continued breastfeeding infant mental health“.

Ich habe zumindest online auch bei einer gezielten Suche keine Studie gefunden, die belegt, dass langes Stillen schädlich sei – und zwar weder für das Kind noch für die Mutter noch für die Paarbeziehung.

Die in den Medien am meisten aufgegriffene Studie zum Langzeitstillen ist eine cluster-randomisierte Studie (bei der statt Individuen Vergleichsgruppen per Zufall zugeordnet werden) von Michael S. Kramer und Kollegen, veröffentlicht 2008. Sie wurde in 31 weißrussischen Kliniken und angeschlossenen Polikliniken durchgeführt und beinhaltete 17046 gesunde, stillende Kinder, von denen 13889 Kinder 6,5 Jahre später noch einmal untersucht wurden.

Das erste Ergebnis: die Studie  führte in der Gruppe dazu, dass mehr Kinder mit drei Monaten voll gestillt wurden und ingesamt die Kinder häufiger bis zu 12 Monaten gestillt wurden. Nach Auswertung aller Tests zeigte sich, dass die Studien-Gruppe höhere IQ-Werte hatte als die Vergleichsgruppe – die Kinder waren also mit 6,5 Jahren kognitiv besser entwickelt. Das Ergebnis laut Studienautoren: Die Ergebnisse der Studie weisen deutlich darauf hin, dass langes und ausschließliches Stillen die kognitive Entwicklung von Kindern verbessert.

Aufgrund der gleichen Datenbasis hat die Studiengruppe auch versucht herauszufinden, ob sich das lange Stillen auf die Paarbeziehung, die psychische Verfassung der Mutter oder auf das Verhalten des Kindes auswirkt. Ergebnis: Nein. Sie fanden keine statistisch nachweisbaren Effekte – weder positiv noch negativ. „Wir fangen keine Evidenz, dass es Risiken  oder Vorteile von langem Stillen oder exklusiven Stillen für das kindliche oder mütterliche Verhalten gibt.“

In einer Umfragestudie in Australien wollten Forscherinnen herausfinden, wie sich  die durch das lange Stillen auftretenden sozialen Reaktionen auf die Mutter auswirken:

Sie befragten Mütter, die sie bei einer LLL-Konferenz rekrutiert hatten, nach den en „sozialen Konsequenzen“ des Stillens – also Kommentare, Reaktionen, ggf. Stigmatisierung – in einer nicht-stillfreundlichen Gesellschaft. Ergebnis: Die empfunden Stigmatisierung steigt mit dem Alter des Kindes.  Von 100 Stillenden Müttern berichteten 29 über Stigmatisierungen als ihr Kind älter als sechs Monate war, bei Kindern älter als 12 Monate waren es schon 44 und bei Kindern älter als 24 Monate berichten 61 Mütter negative Kommentare und Ablehnung. Dennoch gaben die Mütter an, dass für sie selbst die positiven Aspekte überwiegen würden.

 

Es gibt eine Studie, die sich mit der Frage beschäftigt, warum in Entwicklungsländern die lange gestillten Kinder besonders untergewichtig sind und ob das mit dem Stillen zusammen hängt. In der Zusammenfassung argumentieren die Forscher, dass hier ein Missverständnis vorliegt: Schmächtige Kinder werden gezielt länger gestillt, während stärkere Kinder früher abgestillt werden. Die Kinder sind demnach nicht untergewichtig, WEIL sie länger gestillt werden, sondern werden länger gestillt, weil sie untergewichtig sind.

Zu eine ähnlichen Ergebnis kommt eine Studie mit Daten aus Äthiopien. Wenn das Essen knapp ist, wird länger gestillt, weswegen Stillen auf den ersten Blick mit Unterernährung assoziiert wird. Dies sei jedoch genau andersherum. Außerdem zeigte sich hier: Wenn Kinder länger gestillt werden, sind die Abstände zwischen Geschwistern größer, was die Überlebensrate der Kinder unter diesen Umständen erhöht

Ich fasse zusammen: Länger als 6-12 Monate gestillte Kinder entwickeln sich weder kognitiv noch verhaltensbezogen schlechter als kürzer gestillte Kinder. Auch das Verhalten der Mutter, des Kindes oder die Qualität der Paarbeziehung verändern sich nicht meßbar.

Die Mütter haben erhöhten sozialen Stress durch Stigmatisierung, geben jedoch an, dass für sie die Vorteile es Stillens überwiegen, dies allerdings eine einer Umfragestudie unter LLL-Müttern, die also per se schon einen unterstützendes Umfeld gesucht haben. Die Vermutung, langes Stillen könnte zu Untergewicht führen, lässt sich nicht belegen, vielmehr zeigt sich hier ein kultureller Effekt: Schmächtige Kinder werden länger gestillt. In Entwicklungsländern hilft langes Stillen zudem, die Geburtsintervalle zu vergrößern, was die Überlebenschancen der Kinder erhöht.

artgerechtInsofern: Stillen ist nicht schuld. Wenn es Stress in der Beziehung gibt oder das Kind sich komisch verhält, ist nicht nachweisbar, dass es am Stillen liegt (auch wenn das oft behauptet wird). Just relax. Dieses Leben ist das Beste, das ihr habt. Nehmt euch die Freiheit :).

Interview: "Ich kam nicht zu artgerecht – es kam zu mir" – zu Gast bei Mutterskuchen

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Nic im Interview:

Ich durfte zu Gast sein bei Mutterskuchen: Das neue Podcast Format von @fraumierau und @aluberlin :). Wir saßen 300 Meter vom Tipi-Dorf des Artgerecht Camps 2015 und unterhielten uns über Artgerecht – wie kam es dazu? Was heißt das? Dürfen Väter auch mitmachen? Dürfen Mütter arbeiten? Woher wissen wir, was artgerecht ist – und wie hat sich das auf mein persönliches Leben ausgewirkt? Was ist das besonders am Artgerecht-Babybuch?

Wir hatten sooo viel Spass –

Danke für die Einladung!

Artgerecht Babybuch, Nicola Schmidt, Kösel Verlag

Stillende Mutter in Hamburg aus dem Bus geworfen

Eine stillende Mutter musste offenbar gestern in Hamburg einen Bus verlassen:

Bildschirmfoto 2015-06-05 um 13.02.28

Bildschirmfoto 2015-06-05 um 12.52.15 Quelle: Hamburger Verkehrsverbund

Gestern erzählte eine Mutter auf Facebook, sie wurde gegen 17 Uhr mit ihrem Kind aus einem Bus der Linie 14 in Hamburg verwiesen. Der Busfahrer forderte nach dem Vernehmen die Mutter über Mikrofon auf, den Bus zu verlassen oder mit dem Stillen aufzuhören, nachdem eine ältere Dame sich beschwert hatte. Die Mutter hatte nach eigenen Angaben diskret gestillt (was immer das heißt und selbst wenn nicht – Hunger geht vor!). Der Busfahrer nötigte sie, auszusteigen. Da er sich weigerte, weiter zu fahren, wurden die anderen Mitfahrer unruhig und sie beugte sich schlussendlich diesem sozialen Druck und verließ den Bus.

Wenn das so stimmt, sind gleich mehrere Dinge unfassbar:

in den Beförderungsbedingungen des HVV (die im übrigen kaum zu finden sind, ich habe sie hier gefunden) steht unter „§ 3 Von der Beförderung ausgeschlossene Personen“, dass nur Personen ausgeschlossen werden können, die „die eine Gefahr für die Sicherheit oder Ordnung des Betriebes oder für die Fahrgäste darstellen“ – darunter Leute mit Schusswaffen. Dass man im Bus nicht stillen darf, steht dort nirgends und wäre im übrigens aus meiner Sicht auch nicht rechtens, denn:

– das deutsche Grundgesetz schützt in Artikel 6 besonders Eltern und verpflichtet uns dazu, uns um unsere Kinder zu kümmern – stillen dürfte ja wohl dazu gehören:

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. (…)
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

– warum hat niemand für die Frau Partei ergriffen? Wie kann es sein, dass Leute ungeduldig werden, wenn ein Busfahrer eine Mutter mit Kind aus seinem Bus wirft, statt dass sie der Mutter helfen?

In anderen Ländern – von Australien über Taiwan bis zu den USA – ist öffentliches Stillen häufig sogar ausdrücklich gesetzlich geschützt.

Wie können wir alle helfen? Franzi von Einfach-Klein hat etwas zusammengestellt:

Wie könnt ihr helfen?

Ruft beim Fahrgastservice der Hochbahn an und beschwert euch, verlangt höflich und sachlich, dass dieser Fall geklärt wird und fragt nach, was die Bestimmungen der HOCHBAHN zum Stillen in ihren Fahrzeugen sind (besonders, wenn ihr Hamburger seid, Anm. Nicola).

Lasst euch weiterleiten zu den entsprechenden Stellen und klärt über die Wichtigkeit des Stillens auf, über das Stillen als euer und das Grundrecht eures Kindes.

Bittet darum, dass es öffentliche Stellungnahmen gibt und die MitarbeiterInnen und FahrerInnen der Hochbahn geschult werden über die Bestimmungen.

Keine stillende Mutter sollte diese Demütigung erfahren müssen und die Mitarbeiter sollen entsprechende Informationen bekommen, um stillende Mütter zu schützen und unterstützen, statt sie zu diskriminieren.

BITTE an euch alle: bleibt höflich, sachlich und respektvoll! Macht euch für die Sache stark, aber verletzt dabei keine Grenzen und werdet nicht beleidigend.

Ruft an oder mailt dem Fahrgastservice der Hochbahn:

HOCHBAHN Beschwerdemanagement
Telefon: 040/32 88-27 23 (Mo–Fr 9–18 Uhr),
Mail an: info@hochbahn.de

Ruft den Pressesprecher der Hochbahn an:
Pressesprecher: Christoph Kreienbaum Tel.: 040/32 88-21 21
stellv. Pressesprecherin: Christina Becker Tel. 040/32-88-2556
Mail: presse@hochbahn.de

Meine Mail an das Beschwerdemanagement:

Sehr geehrter Herr Kreienbaum, sehr geehrte Frau Becker,
sehr geehrte Damen und Herren der Hamburger Hochbahn AG,

ich schreibe Ihnen, da mir heute bekannt geworden ist, dass eine stillende Mutter gestern gegen 17 Uhr im Bus der Linie 14 vom Busfahrer diskriminiert worden ist.

Der Busfahrer forderte sie über Mikrofon dazu auf, das Stillen zu unterlassen oder den Bus zu verlassen. Als sie sich weigerte, setzte der Busfahrer minutenlang die Fahrt nicht fort. Daraufhin setzten auch die anderen Fahrgäste die Frau unter Druck und die Mama musste schließlich mit ihrem Kind den Bus verlassen.

Damit sind der Frau gleich mehrere ihrer Rechte verweigert worden:

– in den Beförderungsbedingungen des HVV steht unter „§ 3 Von der Beförderung ausgeschlossene Personen“, dass nur Personen ausgeschlossen werden können, die „die eine Gefahr für die Sicherheit oder Ordnung des Betriebes oder für die Fahrgäste darstellen“ – darunter Leute mit Schusswaffen. Dass man im Bus nicht stillen darf, steht dort nirgends und dürfte wohl kaum unter diese Definition fallen.

– das deutsche Grundgesetz schützt in Artikel 6 besonders Eltern und Mütter in der Pflege ihrer Kinder – wobei das Füttern dazugehören dürfte:

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. (…)
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt ausschließliches Stillen in den ersten 6 Monaten, danach mit Gabe von geeigneter Beikost weiteres Stillen bis zum 2. Geburtstag und darüber hinaus solange Mutter und Kind es wollen.

Ich möchte von Ihnen wissen, ob es weitere Bestimmungen zum Stillen in Ihren Fahrzeugen gibt?
Ist es Ihren MitarbeiterInnen gestattet, einer stillenden Frau die Beförderung zu verweigern?

Ich bitte Sie, Stellung zu nehmen und Ihre Bestimmungen zum Stillen in Ihren Fahrzeugen zu erläutern. Sollte es keine Bestimmungen geben, so bitte ich Sie, schnellstmöglich im Sinne der Familienfreundlichkeit und Förderung des Stillens Regelungen zu finden, die eine Demütigung und Diskriminierung stillender Mütter verhindern.

Weiterhin bitte ich Sie, Ihr Personal zu sensibilisieren hinsichtlich des familienfreundlichen Umgangs und der Unterstützung stillender Mütter.

Meinen Artikel zu dem Vorfall können Sie hier finden: http://windelfrei.blog.de/2015/06/05/stillende-muetter-hamburg-bus-geworfen-20512536/

Ich bin gespannt auf Ihre Antwort und hoffe, dass Sie den Vorfall schnellstmöglich aufklären werden.

Ich werde gern über Ihre Stellungnahme berichten.

Freundliche Grüße sendet Ihnen

Nicola Schmidt

Kinderfotos im Netz – ja oder nein?

Im Netz läuft eine Debatte, ob Kinderfotos ins Netz gestellt werden sollten oder nicht. Das „Nuf Advanced“ hat darüber hier klug und ausführlich geschrieben.

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Ich finde das Thema besonders brisant in der Windelfrei-Szene – stellen wir Fotos von unseren Kindern beim Ins-Töpfchen-Machen oder Abhalten ins Netz oder nicht? Eltern tun dies zunehmend, auch in der Windelfrei-Szene. Aber ist das fair?

Ich versuche, nach vorne zu denken und mich in die Kinder hineinzuversetzen (und ich bin mir bewusst, dass ich das nicht kann – mit 20.000 Views war es das meistverbreitete Statement vom Artgerecht-Projekt seit langem!)

Aber denke ich mal nach vorne, frage ich mich:

Wie fühlt sich mein 14-Jähriger, wenn Klassenkameraden seine Kinder-Kacka-Fotos im Netz finden?
Wie fühlt sich meine 16-Jährige, wenn jemand ihre ggf. nackten Kinderbilder im Netz findet – und sogar zu ihr zurückverfolgen kann?

Philipp Wampfler schreibt auf seinem Social-Media-Blog:

„Wer fotografiert wird, hat das Recht am eigenen Bild. Es bedeutet, vereinfacht gesagt, dass fotografierte Personen bestimmen dürfen, wie und ob ihr Bild veröffentlich wird – außer, man befindet sich an einem Anlass, wo man gerechnet werden muss, dass Bilder gemacht und publiziert werden, oder man ist eine Person, an der ein sehr starkes öffentliches Interesse besteht. “

Wenn ich auf dem Klo sitze, ist das definitiv keine Situation, in der ich damit rechne, fotografiert zu werden. Und es gibt auch kein öffentliches Interesse daran, unsere Kinder aufm Topf zu sehen – oder?

Ich bin da sehr gespalten.

Einerseits gibt es von meinen Kindern keine Fotos im Netz, auf denen sie erkennbar sind. Wenn sie online gehen, dann von hinten, dick eingepackt und nie in Situationen, in denen ich auch nicht fotografiert werden möchte.

Andererseits sind wir beim Artgerecht-Projekt ja selbst DANKBAR für jedes Geburt- Still – und Abhalte-Foto, das jemand online stellt. Warum? Weil es einfach viel plastischer macht, wovon wir reden. Weil Menschen glauben, was sie sehen. Wie Schopenhauer sagte: „Was das Auge sieht, hat unmittelbare Überzeugungskraft.“

Und je öfter wir stillende oder abhaltende Eltern sehen, desto normaler wird etwas, das ja eigentlich normal ist. Dumm nur: Wenn die Eltern es im Camp, auf der Strasse oder beim Elterntreffen sehen, dann ist es in 15 Jahren nicht mehr „abrufbar“. Wenn wir es ins Netz stellen, dann schon. Gleichzeitig funktioniert das Netz nunmal über Bilder. Ein Bild entscheidet oft darüber, ob jemand einen Artikel liest oder nicht.

Super schwer zu entscheiden: Was wiegt mehr, die Persönlichkeitsrechte unserer Babys oder die Notwendigkeit, natürliche Säuglingspflege wieder „normal“ werden zu lassen?

Ich freue mich auf eine Diskussion – hier oder auf Facebook.

Benefizaktion und Gesundheitsmesse

In Berlin-Karow findet am 14. September 2013 von 11 Uhr bis ca. 16:30 Uhr die regionale Gesundheitsmesse Nord-Ost statt, die in den letzten Jahren stets gut besucht war. Sie findet dieses Jahr zum 8. Mal statt und umrahmt den Gesundheitslauf mit über 350 Teilnehmern.

Wir organisieren einen großen Stand, welcher Informationen rundum bedürfnis- und bindungsorientierten Umgang mit Babys und Kindern präsentiert. Auch werden wir eine Still-/Krabbelecke haben. Wir organisieren kurze Workshops. Neben dem Schwerpunkt Tragen haben wir noch Informationen und Aktionen zum Thema Stillen, Beikost, Babyschlaf, Babys ohne Windeln und Natürliche Familienplanung vorbereitet.

Wer sind wir?!

Monique und Pauline von TRAGZEIT

Claudia und das Berliner Kangatrainer-Team

Anne und Marcus von trainyabrain

Susanne von Geborgen Wachsen

Franzi von Einfach klein

Elisa von tragling-berlin

Daniela Basler von Zwergensprache

und ich – Christina – Co-Autorin 123-windelfrei.

Auch möchten wir eine Benefizaktion am Messetag machen. Der Erlös soll an das Kinder-Hospiz Sonnenhof (Björn Schulz Stiftung) gehen. Denn bei „Gesundheit mit Spaß“ (Motto der Messe) wollen wir auch an die Familien und Kinder denken, die nicht mit Gesundheit reich beschenkt wurden. Die Benefizaktion besteht aus einer großen Tombola mit vielen hochwertigen Preisen und einer Versteigerung. Dafür verwandelt sich langsam mein Wohnzimmer in einen Lagerraum.
Pakete Gesundheitsmesse bearbeitet

Ihr lieben Berliner und Brandenburger merkt Euch den kommenden Sonnabend für einen Ausflug nach Berlin-Karow vor. Kommt, macht mit bei unseren Workshops, fragt uns am Stand Löcher in den Bauch und spendet mittels Loskauf bei der Tombola an das Kinderhospiz.

Noch genauere Details folgen in den nächsten Tagen.

Wir freuen uns jedenfalls jetzt schon auf Euch!

Schönheitsideal für Mamas

Susanne Mierau – Buchautorin und Bloggerin von Geborgen Wachsen – hat einen schönen Blogartikel über den Mamakörper nach der Schwangerschaft und Stillzeit verfasst:

Ich hatte nie einen Supermodelkörper – Rückbildung mit und ohne Streifen und überhaupt

Sehr informativ und lesenswert.

Meine Gedanken dazu: Schon allein die Schwangerschaftshormone verändern den Körper, egal ob riesen Babybauch und anschließender Stillzeit. Nicht zu vergessen, dass wir nach einer Schwangerschaft und dem ersten Babyjahr 2 Jahre älter sind. Auch ohne Kind würden wir uns in dieser Zeit ein Stück weit verändern.

Wie fühlt Ihr Euch in Eurer Mamahaut?

Meine persönliche Erfahrung von Kind eins ist: Mein Körper brauchte in der Tat die „9 Monate“ um halbwegs zum Ausgangspunkt vor der Schwangerschaft zurückzukehren, aber keinesfalls war er der gleiche. Nur Gewicht und Hüftumfang stimmten überein. Jetzt mit dem zweiten Kind habe ich aktuell (mitten im 7. Babylebensmonat) schon mein letztes Vorschwangerschaftsgewicht erreicht. Aber mein ganzer Körper mit seinen Proportionen und die Haut sind noch enorm weicher. … Dennoch fühle ich mich ganz gut in meiner Haut. Sticheleien – besonders von der Familie – wäre ich gekonnt ab: „Mein Körper hat Wunder vollbracht. Ich habe zwei Kinder geboren und ich stehe dazu!“

 

Stillen im Tragetuch

Stillen „to go“ ist so praktisch. Das Baby will gestillt werden, aber es ist keine einladene Parkbank in Sicht oder das großes Geschwisterkind muss aus dem Kindergarten abgeholt werden? Kein Problem, wenn man mit etwas Übung das Stillen in der Trage / im Tragetuch heraus hat.

Bei Youtube fand ich eine kleine Anleitung für das Stillen im Tuch. (In einer Trage funktioniert es ähnlich.)

Herumtüfteln. Üben. Einspielen. Und ein Prise Geduld.

Wenn Ihr nicht weiterkommt, vielleicht hat eine Still-/Trageberaterin vor Ort den entscheidenden Tipp für Euch.

… achso und noch eine Handvoll Mumm braucht Ihr eventuell auch, um so lässig wie Alicia Silverstone ihr großes Krabbelkind in der Öffentlichkeit zu stillen.

Alicia Silverstone

Wöchentliches Stillcafé im Berliner Norden

Ab 24. Juli 2013 wird das Eltern-Kind-Café „Das Rosinchen in der Achillesstraße 69b in 13125 Berlin-Karow einmal wöchentlich zum Stillcafé; welches das erste im Ortsteil sein wird.

Monique Reiter von Tragzeit und ich laden immer mittwochs von 10:00 bis 12:00 Uhr zur offenen Stillgruppe ein.

Das ist eine schöne Gelegenheit um mit anderen Mamas in Kontakt zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und sich wertvolle Tipps rund um das erste Lebensjahr des Babys und darüber hinaus zu holen. Denn oft ist es nicht einfach das empfohlene Vollstillen bis zur Beikostreife zu schaffen. Unsicherheiten können in der Gruppe geklärt und die Stillbeziehungen gestärkt werden. Andere Themen, die besprochen werden können, sind: Tragen, Schlafen, Säuglingspflege, Windelfrei und natürlich vieles mehr.

Wir freuen uns schon dieser Runde mit Rat und offenem Ohr zur Seite zu stehen.

Auch schwangere Frauen sind herzlich eingeladen, sich eine Vorstellung von dem auf sie zukommenden Leben mit Kind zu machen.

Die Teilnahme an der Gruppe beträgt 5 EUR je Treffen, ein Getränk ist inklusive.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Windelfrei auf dem BDL Stillkongress

Julia auf dem BDL-Stillkongress – man riss ihr die Babys-ohne-Windeln-Flyer aus den Händen!
Julia BDL-Kongress

Sie war hinterher total begeistert, weil Hebammen und Kinderärzte (!!) sich sehr für windelfrei und unsere Ausbildung interessierten.

Den zweiten Platz in der Aufmerksamkeitsliga hielten unsere Postkarten, die auch schon auf Facebook wild die Runde machten:
Stillen Facebook

Weinen Facebook

Mit dabei und geduldig wie immer: „Paul“, unser freundliches Vorführbaby 😉

Flyer und Paul