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Montags-Mantra: Ich kriege, was ich will!

Wenn Du haben willst, was du nie gehabt hast, musst Du tun, was du nie getan hast? Ja, aber erst musst Du wagen zu träumen, was du nie geträumt hast.jettyboat-web_190672_by-magann_piqs_deDas Leben hilft uns immer zu bekommen, was wir wollen. Es braucht nur klare Anweisungen. Aber Vorsicht: Wenn wir nicht aufpassen, plant jemand „anders“ für uns.

Eine „Vision“ oder einen „Lebensplan“ zu haben, ist für manche Menschen selbstverständlich. Sie haben das einfach. Für andere ist es etwas, das sie sich mit Büchern und Seminaren aneignen – einfach oder mühsam. Für wieder andere ist es etwas fremdes und eigenartiges, das sie entweder argwöhnisch beäugen und schlicht ablehnen.

Das Lustige daran ist: Dem Leben ist es völlig gleichgültig, wie wir zu Plänen stehen. Es liefert uns das, was wir bestellen. Punkt. Wenn wir nicht aktiv und bewusst etwas wollen, dann liefert es uns das, was wir unbewusst wollen. Denn wenn wir nicht visionieren, dann macht unser Unterbewusstsein das – und das ist nicht immer das Ergebnis, das wir haben wollen.

Das heißt: Wenn Du im Leben nicht kriegst, was du willst, musst Du die Führung übernehmen. Deine eigenen Bilder schaffen, deine eigenen Pläne machen! Hinzunehmen, was halt so passiert, klappt nur, wenn dein Unterbewusstsein mit Dir am gleichen Strang zieht. Menschen, die davon ausgehen, dass sie glücklich, zufrieden, erfolgreich und satt sind, werden sich immer wie von selbst in diese Richtung bewegen. Menschen, die gelernt haben, dass sie nichts wert sind, dass Glück nicht möglich ist oder hart erarbeitet werden muss, werden sich ebenfalls ein Leben schaffen, das genau so gestrickt ist. Nicht, weil es nicht anders geht, sondern weil sie das innere Bild haben, das es so sein muss.

Innere Bilder aber können wir ändern.

Wenn ich glaube, dass ich hart arbeiten muss, dass man nehmen muss, was man kriegt, dass unsereins sowieso keine Chance hat und dass „erst die Arbeit dann das Vergnügen“ kommt, dann wird das so sein. Dann wird das Leben mir noch so viele tolle Optionen bieten können, ich werde sie nicht sehen. Schönes Beispiel dafür, wie das funktioniert: Die meisten von uns sehen nur 10% aller Tiere im Wald – obwohl sie direkt vor unserer Nase sind. Weil wir nur sehen, was wir kennen, was wir erwarten und was wir im Kopf haben.

Aber wenn ich davon ausgehe, fest davon ausgehe, dass ich eines Tages ein eigenes Haus haben/ im Warmen wohnen / mein eigene Firma haben / einen sinnvollen Job machen werde, dann wird das so sein. Weil mein Such-Radar anders eingestellt ist. Weil ich andere Situationen schaffe, in denen sowas passieren kann. Und ja: Weil das Leben mir die richtigen Optionen bietet. Aber dazu brauche ich das Bild davon in meinem Kopf und in meinem Herzen (und wer ganz sicher gehen will: auf Papier)!

Wenn ihr kriegen wollt, was ihr wollt – und nicht nur was ihr sollt – dann macht eure eigenen Pläne. Baut in eurem Kopf ein Bild davon, wie es sein soll. So konkret wie möglich. Und dann lasst das Leben eigene Ideen haben.

Wenn Du haben willst, was du nie gehabt hast, musst Du tun, was du nie getan hast? Ja, aber erst musst Du wagen zu denken und zu träumen, was du nie geträumt hast.

In diesem Sinne – eine wunderbare Woche!

Eure Nic

(Danke für die Inspiration, L.S.!)

Mittwochs-Neujahrs-Mantra: Plane jetzt

Das neue Jahr hat angefangen! Gute Vorsätze? Neue Ziele? Träume, Wünsche, Neuanfang? Jetzt!

Mich fragen immer wieder Leute:
Wie machst Du das, sovieles zu Verwirklichen, soviel zu organisieren? Die Antwort ist einfach: a) ich habe noch nie etwas so gerne gemacht wie das Blog, die Kurse und die Camps; und b) ich plane.

Was immer ihr euch von 2013 wünscht, mein Mantra für den Jahresanfang ist entsprechend: Plane jetzt.

Drei Schritte, damit ihr das, was ihr euch vornehmt und wünscht, auch umsetzen könnt: Mittwochs-Neujahrs-Mantra: Plane jetzt weiterlesen

Artgerecht Camps: Nähe statt Nutella

„Was macht ihr denn da in den Artgerecht Camps?“ Wir machen Programm. Aber was wir wirklich machen, was wirklich passiert, ist schwer zu beschreiben. Ich will für alle, die noch nicht dabei waren, in ein paar Postings eine Antwort versuchen, die den Camps gerecht wird

Wir machen natürlich neben unseren Attachment-Parenting-Seminaren viel Wildnis-Sachen (Feuer, Drillbogenfeuer, Schüsseln brennen, Wahrnehmung etc.), aber es ergeben sich auch einfach durch das Setting Dinge, die man in kein Programm schreiben kann.

Der Punkt, den ich heute aufgreifen will, betrifft Nutella.
Artgerecht Camps: Nähe statt Nutella weiterlesen

Artgerecht Camp Juli 2012 – Nachlese

Nic mit ManducaSonneSonne!

Uiuiuiiuii, soviele Nachfragen, alle wollen wissen, wie das Camp war…ich eile, ich eile, also…:
Das Camp war….im Kreis auf Decken sitzen und Nüsse essen. In Zelten schlafen. Am Feuer hocken und Schnüre drehen. Kindergeschrei in Mittagshitze. Feuerholz holen im Wald, vom Regen überrascht werden, klatschnass, etwas zerknirscht und beladen den Heimweg antreten, zurück im Camp alles in der Sonne wieder trocknen und ausgelassen scherzen (manche behaupten, ich hätte das herbeigebloggt ;)).

Wald Bastian Nina

Seeds of Empathy

Rudern über den See. Workshops in einer Jurte rund ums Feuer. Gespräche, die plötzlich große Fragen aufwerfen. Gitarrenmusik. Am vierten Tag plötzlich eine grassierende Magen-Darm-Grippe – und genauso plötzlich ein funktionierender Clan, Hilfe, Zusammenhalt, Kraft.

Das Camp dieses Jahr war für mich ein wildes Wechselbad durch viele Gefühle und alle Komfortzonen. Und bevor ich hier viel erzähle, erzählt erstmal ihr:

„Das Beste für mein Kind: Keine Sekunde Langeweile, unendlich viel Neues zu entdecken, immer andere Kinder in der Nähe. Das Beste für mich: Keine Computer, keine Büroluft, keine engen Wände, dafür ganz viel Grün, Vogelstimmen zum Aufwachen, Igelschnaufen zum Einschlafen, Freiheit unterm Zelt- und Sternenhimmel.“ (H. mit Baby)

„Es war eine interessante Zeit mit vielen netten Leuten. Auch wenn ich schnell festgestellt habe, dass mir das Leben im Wald nicht hundertprozentig liegen würde, habe ich einige Erkenntnisse mitgenommen. Schon am Montag haben wir unseren Clan vermisst.“ ( Papa mit Frau und zwei Kids)

„Danke für die Fotos…auch alles ok von mir.. und toll.. ich krieg Heimweh nach Camp…“ (C. mit zwei Kids)

CW.Facebook

CampDas Camp hatte alles und dann doch nur wenig mit dem Camp des vergangenen Jahres zu tun. Artgerecht Camp Juli 2012 – Nachlese weiterlesen

Camp-Vorbereitungen

Hier noch letzte Camp-Vorbereitungen:

eine neue Manduca für den Trageworkshop ist gestern gekommen – juchuh!

Testmanduca

Sie darf die alte ersetzen, die uns jetzt wieder fast zwei Jahre gute Dienste geleistet hat, aber mit der ich mich schon fast nicht mehr in die Kurse getraut habe, so zerfetzt ist sie…

alte Manduca

Und meine Henkersmahlzeit heute, Reste aus dem Kühlschrank verarbeitet zu einem Mittagessen aus Shake (2 alte Bananen, ein Rest Aprikose, von der Kleinen zermatschte TK-Früchte, Sojamilch, ein wenig überschüssiges Müsli, ein Rest Joghurt) und Avokado-Mus-Traum (eine Avokado, die letzte Tomate, Sesam, Sonnenblumenkerne, Salz), hmmmm, ich bin ja eigentlich nur veggie, aber das war heute mal ausnahmsweise vegan, roh und sehr lecker! :).

Veganes Mittagessen

CU!

Windelfrei im Urlaub mit 1,5 Jahre-Kind

Windelfrei im Urlaub – Chance oder Katastrophe? Ich bin mit meinen Windelfrei-Kindern viel unterwegs. Diesmal ins Warme, vier selige Wochen mit Freunden in Elternzeit. Warmes Wetter ist immer von Vorteil.

DorfSo haben wir es für uns genutzt:

Anreise:
Wir reisen wie schon damals in Indien mit minimalem Gepäck: Matratzenschoner, Stoffwindeln, Stilltuch sind dabei. Während der Anreise trug die Kleine Windeln, basta. Ich halte sie ab, wenn es geht (oder verlangt wird), aber ich gehe kein Risiko ein. Sie trägt dm- Öko-Wegwerfwindeln. Wir hatten diesmal eine Anreise von 48 Stunden mit einer Übernachtung, da trage ich definitiv keine nassen Stoffwindeln umher.

Ich habe mittlerweile ziemlich viel Übung darin, Hotelzimmereinrichtungen zum sicheren Familienbett mit Windelfrei-Option umzubauen. Das heißt:

– große Kissen aus dem Bett nehmen (Gefahr!!) und lieber vors Bett auf den Fußboden, falls einer rausfällt
– Stühle an beiden Seiten ans Bett, damit keiner rausfällt
– in alle Schränke gucken – wenn extra-Decken angeboten werden, rolle ich diese zu dicken Rollen und baue so Begrenzungen an den Betträndern vor die an die Bettseiten gelehnten Stuhllehnen, damit die Kids nachts nicht hart dagegenkullern
– die Tagesdecke des Hotelbettes kommt ebenfalls neben das Bett und zwar an der Seite des Kindes, bei dem ich nicht liege, falls es rausfällt
– wenn das Bett sehr hoch ist (und sich nicht an die Wand schieben lässt), lege ich den Koffer zusätzlich neben das Bett – den Großen habe ich auf selbigem schlafend auch schon vorgefunden
– ich suche einen guten Mülleimer (unterm Schreibtisch oder aus dem Bad) und nutze ihn als Schüssel fürs nächtliche Abhalten. Wenn es keinen gibt (oder es so ein netter Gitter-Mülleimer ist), trage ich sie auch schonmal nachts in Bad und lasse sie in die Wanne…bei uns lohnt sich das, sie schläft dann einfach ruhiger.

Für die Reise schreibe ich meinen Kindern Vornamen, meine Handynummer und ggf. Sitzplatznummern (auf einer Fähre z.B.) oder wie in Indien den Hotelnamen mit Kuli auf die Arme. Bisher haben wir es nie gebraucht, aber es macht mich ruhiger.

Telefonnummer auf Arm

Erste Tage:
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In den ersten Tagen bin ich total abhalte-unfähig. Daher nutze ich hier je nach Ort und Planung Öko-Windeln oder Stoffwindelsysteme. Für mich hat sich das bewährt, weil ich so besser und entspannter in der neuen Umgebung ankommen kann – und das Kind auch. Ist es ein Strandurlaub, dann ist sie am Strand natürlich ohne Windel (aber mit UV-Shirt).

StrandUrlaub

Alltag:

Je länger wir da waren, desto mutiger wurde ich. Bei Ausflügen erst Wegwerfwindeln, dann BumGenius, dann Kabea-Trainerslips, am Ende manchmal gar nix mehr am Po (es war auch einfach zu heiß…)

Hausgeburt

Da wir dieses Mal im Haus von Freunden wohnen konnten, waren die Kleinen (15 und 18 Monate) zu Hause ohnehin bald unten ohne und basta. Überall war Steinboden und eine Pfütze war kein Problem. Leider haben beide das zum Anlass genommen, um alsbald auch große Geschäfte fröhlich ins Haus zu machen. Doof. Meine Lösung: Jedes Mal, wenn sie etwas im Haus gemacht haben, haben wir sie genommen, rausgetragen und sie an einen Ort im Garten gestellt, an dem sie machen durften: „Guck mal, mach das bitte hier….“.
Es hat nicht lange gedauert, bis zumindest die Größere das verinnerlicht hatte.

Allerdings ließ sie sich nach wenigen Tagen „Freilaufs“ so gut wie gar nicht mehr abhalten. Es war ja viel spannender, das alleine im Garten zu erledigen. Ich war genervt – denn es wurde jedes Mal eine große, mehrteilige Aktion, wenn ihr wisst, was ich meine….

Gegen Ende des Urlaubs ließ sie sich nicht mal mehr zu den Standardzeiten abhalten, nur noch nachts. Ich war etwas in Sorge, wie das zu Hause werden würde, beschloß aber, mich zu entspannen. Und siehe da – zwei Tage vor Abfahrt ging es wieder. Und zu Hause war es dann überhaupt keine Diskussion mehr, alles wie gehabt – uff.

Tja und dann – dann war alles schon wieder viel zu schnell vorbei. Noch einmal die Badesachen trocknen, packen, ab nach Hause. Aber schön war es. Wirklich schön. Und seit wir wieder hier sind, ist sie 90% windelfrei. sie sagt an. Draußen klappt es super. Alle 2-3 Tage eine nasse Hose – da kann man nicht meckern. Aber dazu die Tage mehr!

Badesachen

PS: Wir haben in 4 Wochen knapp 1,5 Pakete Windeln verbraucht, ca. 45 Stück, für vier Kinder, die theoretisch alle noch Windeln hätten tragen können (die Großen in der Kita des Großen tragen sie alle noch nachts). Hätten wir Vollzeit gewickelt, hätten wir (30 Tage * 4 Windeln * 2 Babys + 30 Tage * 1 Windeln * 2 Kleinkinder = 300 Windeln) 8-10 Pakete Windeln verbraucht (je nachdem, wieviele im Paket sind).

Zurück! Windelfrei-Workshop! Video :)

Ihr Lieben,

wir sind zurück! Yeah! Urlaub ist großartig. Am Freitag gibt es wieder einen Windelfrei-Workshop! Am Wochenende ein Treffen. Ich bin voller Sonne und Energie und wilder Ideen. Und schau gerade eine schönes Video über eine Gemeinschaft, die sich Land in Oregon gekauft hat, um eine Naturschule aufzubauen. Großes Kino.

Back in town :), more to follow,

Eure
nic