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Schaffe eine Standardsituation!

Ich habe mal ein wenig in den Blogeintragsentwürfen gekramt und eine Notiz von mir aus dem letzten Winter gefunden…

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel …

Immer mal wieder hat mein Babysohn (11 Monate) eine Phase, in der er nicht abgehalten werden möchte und ich doch das Gefühl habe, dass er eigentlich dringlich müsste. In solchen Momenten nehme ich ihn ganz einfach für einige Zeit (ca. 5-10 Minuten) in die Trage und beschäftige mich weiter mit Alltagsdingen. Dann biete ich ihm später das Abhalten noch einmal an und er pinkelt ganz entspannt seine große Ladung.

Diese Standardsituation klappt fast genauso gut, wie nach dem Schlafen bei uns.

Er geht ins Bad…

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Asche auf mein Haupt! Schon länger gab es keinen aktuellen Status zu unserem Windelfrei-Alltag. Aber heute gibt es endlich wieder ein paar Eindrücke von uns. Der 12. Lebensmonat ist angebrochen…

Wir waren jetzt viel seit dem Winterbeginn krank – Fieber, Husten, Schnupfen und Rotz war unser täglicher Begleiter. Das Abhalten funktioniert nach Standardsituationen so zu 70-80 %. Signalisieren tut er mal heftigst und (oft) gar nicht. Auch wehrt er gelegentlich angebotene Abhalteversuche mittels Durchstrecken und Wegdrehen ab. Insgesamt hatten wir in den vergangenen Wochen gefühlt fast so viel (Windel)Wäsche wie im ersten Vierteljahr. Doch alle paar Tage passiert hier ein Schauspiel: er schaut mich direkt mit Blickkontakt an und krabbelt los zum Badezimmer und wartet dort. Ich weiß in diesen Momenten einfach, er muss JETZT. Beim Abhalten erledigt er dann prompt sein großes Geschäft. Das fühlt sich so klasse an: Kommunikation.

Badezimmer

Ansonsten passt es für mich – für uns als Familie -, dass wir nach Bedarf Abhalten und Backups zur Sicherheit nutzen.

Fieberndes Baby und Windelfrei

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Mit 9 Monaten hatte es meinen Babysohn erwischt und er kochte im Dreitagefieber.

Hohes Fieber und dann?
Ich habe versucht das Backup, also die Windel wegzulassen. Denn so ein heißes Baby braucht keine extra Verpackung, die die Hitze am Körper hält. Er ließ sich prima abhalten, sowohl auf Standardsituationen als auch auf seine Zeichen. Doch durch das Dauerstillen und dem auf Turbo gestellten Stoffwechsel pinkelte er echt viel (so drauf los), sodass ich erst zu den Stoffwindeln griff und dann doch zu den Wegwerfwindeln, weil unsere bisher kleine Stoffwindelsammlung rasch aufgebraucht war. Dafür war er meist nur mit einem dünnen Body bekleidet, wenn er dampfte. Nachts bei Spitzentemperaturen bis 40,5°C hatte er teilweise nur eine Windel an.

Nach der Entfieberung hatten wir noch einige richtig gute Abhaltetage, an denen keine Windel nass wurde und das Abhalten aalglatt ging.

Aktuell ist es sehr wechselhaft, am Vormittag klappt das Abhalten sehr gut und dafür am Nachmittag nicht sowie umgekehrt. Doch seit einer Woche gibt es keine Wegwerfwindel mehr im Haus und wir schlagen uns mit der kleinen All-In-One-Stoffwindelauswahl und den simplen Baumwollwindeln plus Wollüberhose durch. Mal schauen, ob das jetzt unser endgültiger Absprung von den WWW war?!

Lies auch hier:
Windelfrei beim kranken Kind
Windelfrei und Fieber

Unsere Splitpants aus Wolle

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Ich habe mir vor kurzem bei Freya das Splitpants-Schnittmuster geordert. Nachdem Freya es sehr flott verschickt hatte, kam ich am Anfang dieser Woche endlich dazu, mich an die Nähmaschine zu setzen…

Splitpants nach Freya
… herauskam eine schöne kuschelige gut sitzende Splitpants. Die Hose besteht aus 100% Merinowolle (ein gebrauchter Pullover für wenige Euros bei ebay ersteigert) und Baumwoll-Bündchenstoff.

Für kleine Pipi-Panne habe ich eine Einlage in die Hose gelegt, die vom Bündchen gehalten wird. Diese klappe ich beim Abhalten einfach nach hinten und stecke sie im Anschluss wieder von unters Bündchen.

Fazit: Schnittmuster und erste genähte Hose super!

Stoffwindeln sind bestellt…

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Verdammt nochmal!!! Kann jemand bitte die Zeit anhalten?! 7 Monate und etwas mehr sagt der Kalender für meinen Krabbelsohn. … eigentlich wollte ich nach meinem letzten Streik-Posting kurze Zeit später gleich mitteilen: Bloggen hilft! Wir hatten nach ein, zwei Tagen keine ganztägigen Abhalte-Durchstreckphasen mehr. Puh, war ich erleichtert. Klar, macht er das immer mal wieder, wenn er partout nicht zu müssen scheint oder wenn das große Geschäft sich anmeldet. Bei zweiteren hilft nur Ruhe und eine andere Abhalteposition (wir wechseln hier zwischen freihängend überm Waschbecken oder sitzend auf dem Töpfchen).

Aber zurück zum Beitragstitel. Im Laufe des Sommers hat sich die Ökö-Wegwerfwindel als Backup bei uns eingeschlichen. An warmen Tagen gab’s nichts unten rum an und zur Nacht die Mokomidi. Doch an trüben Tagen kam immer mehr die WWW zum Einsatz. Umso kühler und feuchter es draußen wurde, desto mehr trug und trägt Kleinmann die Plastikbuchse: ich bin ein Schlechtwetterwickler. So haben wir mittlerweile die 16. Windelpackung frisch aufgebrochen. Wir haben einen Verbrauch von 3 bis 6 Windeln pro Tag. Abgehalten wird nach seiner Ansage und Timing. Aber diese Wegwerferei wurmt mich. Deshalb hab ich jetzt bei Stoffywelt ein Testpaket bestellt.

… und morgen bin ich beim Windelfrei-Treffen am baldigen Ausbildungsort der Stoffwindelschule.

Abhaltestreik und Beikoststart

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Oh Schreck, mein letzter Blogeintrag zu unserer persönlichen Windelfrei-Geschichte ist schon ein gutes Stück her. *Asche auf mein Haupt*

Mein Sohnemann ist mittlerweile knapp über 6 Monate alt und wir sind immer noch mit Windelfrei dabei. (Vielleicht schaffe ich in den nächsten Tage einen Zwischenbericht dazu zu schreiben.)

Zurück zum Titel dieses Blogpostings.

Wir haben ein Problem – eher eine Tatsache. Mein kleiner Mann mag derzeit ungern abgehalten werden. Er lässt sich kaum in die Abhalteposition bringen, streckt sich gleich durch, windet sich weg. Er ist schon sehr mobil und kommt mit seiner Krabbeltechnik schon dort hin, wo er hin will (was die große Schwester weniger begeistert).
Das kennen viele Windelfrei-Familien und es war mir auch schon bewusst: Mobilität verändert die Windelfrei-Situation.

Aber folgenden Aspekt sehe ich gerade zusätzlich. Mein Sohn verlangt bereits vehement Beikost ein. Seit einigen Tagen bekommmt er täglich neben dem Obst/Brötchen/rohes Gemüse-Fingerfood eine Portion gegartes Gemüse auf die Hand oder mit der Gabel zerdrückt per Löffel. Das zeigt sich nun auch am großen Geschäft. Der Stuhlbrei wird immer öfters geformt, wenn auch noch weich. Ich habe das Gefühl, dass das Nicht-abgehalten-werden-wollen eher aus dem neuen Bauchgefühl resultiert. Zum einen das Völlegefühl und zum anderen, dass der Stuhl nicht mehr so „rausgeschossen“ kommt, sondern mehr „Arbeit“ bei der Entleerung und einen anderen, noch unbekannten Druck auf den Schließmuskel macht. Auch ändert sich gerade mit der Beikosteinführung die Pipi-Menge/-Frequenz. Also habe ich das von mir angebotene Abhalten momentan reduziert und erfreue mich einfach, wenn das Abhalten nach einem längeren Schlaf auf jeden Fall funktioniert. Beschweren tut er sich trotzdem kurz bevor er macht, beziehungsweise meckert, wenn er im Nassen liegt. Und das Geschmiere landet(e) bis auf einmal gottseidank dort, wo es hingehört – ins Töpfchen.

Wie seht Ihr das?
Was ist Eure Erfahrung zum halben Geburtstag?

Wir sind aus dem Takt.

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Nun schrieb ich erst, wie super es bei uns mit Windelfrei läuft. Und zack ist es auf einmal anders. Nicht schlecht, aber unrund. Wir sind nicht im Gleichtakt. Er muss. Ich gehe zu spät darauf ein. Erleichterungsweinen bei ihm. Ich denke, er könnte wieder. Er mag sich nicht so recht abhalten lassen oder muss einfach noch nicht. …

Wie kam’s? Großes Tochterkind hat sich eine ordentliche Platzwunde zugezogen, die genäht werden musste. Sie braucht(e) mich sehr viel mehr. Auch hatte es mich mental aus der Bahn geworfen. Zudem ist das Wetter genau der Stimmung angepasst. Grau in grau und Regen. Doch wozu gibt es Wegwerfwindeln? Circa 3-4 Stück am Tag verbrauchen wir aktuell. Irgendwie ist mir gerade nicht nach Stoffwindeln, außer nachts.

Wir warten auf Sonnenschein und darauf, dass die Fäden gezogen werden.

3 Monate, 3 Rollen Toilettenpapier, 3 Packungen Wegwerfwindeln…

… und ungezählte Waschmaschinenladungen. Das ist unsere Bilanz nach 3 Monaten Windelfrei.

3 Monate Windelfrei. Ich hätte nie gedacht, dass wir – Babysohn und ich – uns so klasse einspielen. Die „Pannen“ sind jetzt pro Tag locker an einer Hand abzählbar. Und Stuhlgang geht überhaupt nicht mehr daneben. Wozu dann noch Windeln?!

3 Rollen Toilettenpapier. Ungeahnt war für mich, dass mein kleiner Mann derart viele „große Geschäfte“ erledigt. Stuhlgangrückstände werden mit Toilettenpapier oder Papiertaschentuch entledigt, sofern es nicht ins Waschbecken ging – dort wird der Babypo mit Wasser schnell gereinigt. Pipitropfen tupfe ich, wenn überhaupt, schnell mal mit der oft dabeihabenden Spuckwindel ab.

3 Packungen Wegwerfwindeln. Somit lag der Windelverbrauch in etwa bei 126 Windeln. Die gingen für Unterwegs, Besuche bei Familie und Freunden und als Backup in Spielzeiten mit Papa drauf. Das ist gar nichts, wenn ich es mit dem ersten Vierteljahr vom Tochterkind vergleiche.

Ungezählte Waschmaschinenladungen. Das ein oder andere Mal kam ein Stöhnen von mir, ein Stöhnen von meinem Mann. Waschmaschine beladen, Stoffwindeln aufhängen und wieder zusammenlegen. Und das nur für den kleinen Mann. *puh* Doch so langsam pendelt sich wieder ein normaler Wäschewaschalltag ein. Die Waschmaschine kann durchschnaufen und der (Stoff-)Windeleimer hat ausgedient.

Auf der Skala „Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel“ befinden wir uns somit aktuell ganz nah bei komplett Windelfrei.

Ich bin mutig geworden. Keine WWW und keine sonstigen Backups am Tage. Wenn mal die WWW, dann schnell als Toilette im Bus oder in der Bahn. In der Nacht die gewohnte mit Snappi-fixierte Mullwindel und Wollüberhose drüber. Selbst die bleibt in den meisten Fällen trocken. Er hält teilweise sage und schreibe bis zu 8-10 Stunden in der Nacht ohne Pinkeln durch. Trotz ein- bis zweimal Stillen. Wenn es dann aber aller höchste Eisenbahn ist, quietscht er wie angestochen. Danach muss er sich erstmal eine Stunde in kurzen Abständen auspinkeln.

Was trägt er? Zuhause unten herum oft nichts, außer ein Paar Söckchen. Danke an den sommerlichen Frühling! Ansonsten Splitpants, simple Babyjogginghose oder ähnliches. Die Babydecke oder das Bett werden einfach durch eine ausgebreitete Stoffwindel gesichert. Und zur Nacht gibt es als Kleidung ein Baby-Nachthemd.

Das war unser Dreimonats-Update!

Dreimonatskoliken?!

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Nein.
Diese sind hier überhaupt nicht in Sicht, dabei nähern wir uns langsam dem Ende des dritten Lebensmonats.

Bei unserer Großen hatten wir in den ersten Monaten das Gefühl, dass sie sich quälte. Im Fliegergriff sie durch die Wohnung zu tragen, war damals das alltägliche Bild. Windelfrei– und tragefit waren wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. … aber man lernt ja dazu.

Bei meiner jetzigen Feldstudie ist mir dennoch folgendes aufgefallen: der Stuhlgang hat sich innerhalb der letzten Wochen – insbesondere der vergangenen Woche – verändert. Von „ausgeflockter Milch“ (Stuhlflöckchen mit viel wässriger Phase) zum „Milchbrei“ (sehr viel homogener und breiiger) und nur noch ein- bis dreimal am Tag. Ist das die Darmreifung?! Die vielleicht die Dreimonatskoliken ausmacht?

Who cares? Ich bin jedenfalls mutiger geworden und Babysohn hat oft „nur“ eine Baby-Jogginghose an statt unten rum nackt oder Backup. … außer der Papa schnappt sich mal schnell eine WWW und macht ihm sie um, damit er mit ihm entspannter spielen kann.

 

Positionswechsel

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Mein kleiner Babyjunge ist nun schon 2 1/2 Monate alt und ein Wonneproppen. Und immer mehr hatte ich das Gefühl, er mag die halbliegende Position im Arm zum Pinkeln nicht mehr.
Also halten wir jetzt klassisch so…

… über Töpfchen, Waschbecken oder zwischen meinen Beinen auf der Toilette mit Blick zum Klodeckel ab. Es klappt super.

Viele windel-/backupfreie Zeiten versuche ich so oft es geht einzubauen und lasse mein Kind unten rum ohne, besonders wenn ich allein mit ihm daheim bin oder ihn einfach im Tragetuch habe. Somit kommen wir schon mal auf windelfreie 8-10 Stunden am Tag.

Bin ich beschäftigt und er strampelt mal frei auf seiner Decke, kommt eine Stoff-/Mullwindel drunter oder ich ziehe ihn komplett an (Mullwindel mit Snappi fixiert, darüber eine Wollhose/-strumpfhose – nicht „wasserdicht“, aber ich wechsel in kürzester Zeit, weil er meckert und Wolle ist einfach klasse!).

Auswärts
mit unbestimmter Zeit und Ziel sowie Großkind mit dabei gibt es die Wegwerfwindel.

Nachts
bekommt er wie gehabt Mullwindel plus Disana Wollüberhose an und wird abgehalten, wenn ich zum Stillen richtig wach bin oder er mich mittels meckern, knurren wach macht. In einem Zeitraum von circa 21 bis 6 Uhr stillt und pinkelt er ungefähr dreimal.